VORWORT

Reiseführer über die Dominikanische Republik gibt es zur Genüge - aber in Form von Gedichten? Noch dazu mehrsprachig? Was denkt sich der pen-sionierte Gymnasiallehrer dabei?

"Ich möchte die dominikanische Realität so beschreiben, wie ich sie erlebe. Und dies in Form von Gedichten, da diese Kondensate der Wirklichkeit sind und man die Wesensmerkmale von Land und Leuten besser herausarbeiten kann, als man dies mit einem konventionellen Reiseführer könnte. Ich habe jedoch nicht vor, mit den gängigen Reiseführern zu konkurrieren, vielmehr ist mein Buch als Ergänzung gedacht." Darüber hinaus will der an der Nordküste lebende Autor mit seinem Lyrikband Sprachen miteinander kontrastieren. Unverkennbar ist die Tendenz, aufzuzeigen, wie poetisch die spanische Sprache ist. Eine späte Entdeckung, denn, außer in seiner Muttersprache, war der Philologe bislang ausschließlich auf Englisch und Französisch  „lyrisch unterwegs", wie er sich auszudrücken pflegt.

Befragt zu seiner Schreibtechnik unterstreicht Christian Hugo, dass er bewusst auf komplexe Metaphorik verzichtet, da sich dies für die vorliegende Aufgabe nicht anböte. Interessant dürfte für den Leser auch sein, auszuloten, welche Tiefe das, nennen wir es mal "Urgedicht", aufweist, im Vergleich zu den Übersetzungen. Für Lyriker gewiss eine Binsenweisheit, denn, soll die Übersetzung ebenfalls dynamisch wirken, dann gibt es nur eines: ein "Lyrifizieren" des Urgedichts, was nicht ohne größere sprachliche Abweichungen geht. Dies ist für den 2. Band vorgesehen.

So mögen sich die Leser darauf einlassen, sich über das Faszinosum Sprache für weitere Besuche der Dominikanischen Republik zu motivieren, hoffentlich außerhalb der Allinklusiv Hotelanlagen und von Guided Tours. Auch einen Nebenaspekt sollte man nicht verhehlen: Spanisch lernen mit Lyrik! Por qué no?